Sie besteht dann aus fadenscheinigen Ausreden.
Der Feuchtigkeitsbeauftragte gibt um 09:30 Uhr fernmündlich zu Protokoll, verschlafen zu haben. Der Blinde hat noch nicht mal eine Ausrede. Er kommt nicht zu spät – nein: gar nicht. Der Stumme gibt vor, höchst private Trainingskilometer auf flacher Strecke abzuspulen. Der Busfahrer, wer ist noch mal der Busfahrer??? Der Altlehrer Atta röchelt und schnieft seiner Bettgenossin das Kopfkissen voll. Das hat er beim Bunten gelernt – der übt das seit den Herbstferien. Der Unternehmer kann tagsüber nie. Der Elektrische sitzt, vermutlich nur mit dem neuen T-Shirt bekleidet, auf seiner Induktionsplatte und temperiert sein Hinterteil bis tief in die Eingeweide. Ganz wunderbar war dann noch der – immerhin pünktlich um 10:00 Uhr eintreffende – Anruf des Novizen: ihm sei auf der samstäglichen Trainingsfahrt die Kette gerissen … hätte, hätte und so weiter …
Was bleibt da?
Der Altlehrer “Biene” und der Große Vorsitzende drücken bei stahlblauem Himmel, wenngleich wenig erquicklichen Temperaturen, ihre Stollen in die weiche märkische Krume. Das war so kalt, dass selbst der kleine Aussichtsturm im Panzergelände ganz klein wurde:

Hier das animierte Video der Relive-Runde


Hemer. Soviel zur Vorgeschichte: Ursprünglich weist Vergil das Zitat dem Priester Laokoon zu, der die Trojaner warnte, als er das hölzerne Pferd sah. Im Original lautet die Redewendung “Quidquid id est, timeo Danaos et dona ferentes” – “Was es auch ist, ich fürchte die Danaer (Griechen), auch dann, wenn sie Geschenke bringen”. Und so ist es ja wohl auf Reinhards Geburtstag auch gekommen. Ich war ja leider nicht dabei. Aber aus den Erzählungen und mit Blick auf das Foto, auf dem die “Griechen” grinsend um ihr Opfer herumstehen, dem sie ihr Geschenk über den Leib gezogen haben, wird doch allzu deutlich, dass der lateinische Vers auch heute noch aktuell ist. “Hätte, hätte…” , ja ja! Das kann nur einer besser. Ihr wisst schon, unser Lodaaar.