Muttertag …

    ist natürlich ein Grund, daheim zu bleiben. Zwei Unentwegte aus der Hochrisikogruppe Über- 60- Aerosolverdampfer machten sich dennoch bei herrlichem Bikerwetter auf zum Hillborn. Unterwegs dann mitten im Wald auf Iserlohner Terrain dreimalige unangekündigte Abstandskontrolle durch die Directrice und den Direktor höchstselbst (Beweisfoto ohne Knöllchen) anbei.

Heldentruppe stabilisiert sich – donnern bald wieder 11 Freunde nebeneinander durch Wald und Flur?

Eigentlich dürfte es in Coronazeiten dieses Foto gar nicht geben. Daher wurde die Szene auch sicherheitshalber durch einen lichten Damenstrumpf fotografiert. Wenn auch schemenhaft, so lässt sich doch nicht übersehen, dass der Betrachter hier bis acht zählen kann. Ja, acht Helden machten sich gestern bereits um 17 Uhr auf den Weg in den Berg um anschließend im Opitzschen Garten ein Pilschen zu nehmen. Dort wurde unter anderem darüber philosophiert wie breit Waldwege ausgebaut werden müssen, wenn man zu acht wegen der fliegenden Tröpfchen besser nebeneinander und nicht mehr hintereinander fahren würde. Ebenfalls innovativ wurde eine Palette Willi vom Bodensee geordert.

Und richtig gerechnet. Wenn wir wieder elf Freunde und damit wettkampffähig werden wollen, dann fehlen genau noch drei Köpfe. Der des Direktors, der des Busfahrers und der des Elektrischen. Also Männer, beeilt euch. Ab dem 15. Mai rollt der Ball wieder.

Wohin wir allerdings mit den gestern verkündeten Lockerungsübungen rollen, wage ich nicht zu prophezeien…

Scheiße!

Ist, dass ich jetzt leider auf die, meistens, sehr schönen Ausfahrten mit euch verzichten muss. Lässt sich aber dummerweise wegen dieser blöden Kronen nicht mehr vermeiden. Aber es kommen bessere Zeiten und vielleicht finden wir auch eine Möglichkeit, noch andere Regeln zu vereinbaren.

Jetzt kommt erst einmal der Text, den ich eben versprochen habe:

Hallo wir sinds,
die Systemlinge von AKJ.
Was für ein Dilemma das alles. Da haben wir uns als Punks über Jahre hinweg an die Rolle gewöhnt, dass doch wir die „kritischen Stimmen“ sind. Bullen scheiße, Staat scheiße, Regierung scheiße, alles scheiße.
Nun sehen wir uns jedoch in einem ganz neuen Kompetenzbereich. Nämlich die „Systemkritiker*innen“ in Zeiten von Corona zu fragen, ob sie noch ganz dicht sind. Und dann – und da blutet uns das Revoluzzer-Herz – bekommt man von denen vor den Latz geknallt, dass man einen Fick auf Meinungsfreiheit gibt und blind alles glaubt, was einem die Regierung verzapft.

Wie also umgehen mit dieser Ambivalenz, dass man sich trotz hart erarbeitetem „Gegen-Alles-Image“ nun anhören darf, dass man plötzlich zu blind sei, um erkennen zu wollen, dass man gerade von „denen da oben“ verarscht wird? Wie hält man es aus, dass man als emanzipierte*r Querulant*in nun als gleichgemachtes Naivchen abgestempelt wird? Und dazu noch von Amateur*innen, die verhältnismäßig neu im Revolutionsbusiness sind? Darunter viele Wutbürgis, denen bisher auch nicht komisch vorkam, als reihenweise NSU-Zeug*innen verschwunden sind oder der Maaßen irgendwelche Akten vermutlich höchstpersönlich geschreddert hat (sorry, UNSERE MEINUNG!!!). Wo waren die ganzen Verschwörungs-Ottos all die Jahre, als es mal drauf angekommen wäre? Ah richtig, evtl. haben manche davon den Klimawandel geleugnet…
Achja, wir wollen gar nicht behaupten, dass alle Corona-Leugner*innen rechts sind. Die Rechte versucht die Unsicherheit vieler Menschen aber gerade für die eigene politische Agenda zu nutzen. Und wenn man dann auf der „Hygienedemo“ plötzlich zwischen Aluhut und AfD steht, könnte doch der Groschen fallen?

Also, wie jetzt damit verfahren, dass man 2020 „Systemling“ gerufen wird, wenn man Drosten gerade vertrauenswürdiger findet als Bhakdi, die Berichterstattung der „Lügenpresse“ doch irgendwie seriöser als KenFM und die Bundeskanzlerin als kompetentere Politikerin einstuft, als irgend einen durchgeknallten HNO-Arzt der eine neue „Mitmach-Partei“ gegründet hat?

Vermutung: Die ganzen „kritischen Stimmen“ meinen gar nicht dieses System, das wir all die Jahre scheiße fanden, weil es z.B. Geflüchtete in Lager gepfercht hat, wenn diese nicht eh schon ersoffen sind. Oder das System, das irgendwelche Polizeiaufgaben- oder Gefährdergesetze durchgeboxt hat. Die „kritischen Stimmen“ haben sich irgendein Fantasie-Eliten-System zusammengebaut, dessen einziges Ziel es ist, ihnen mal so richtig vor die Haustür zu scheißen.
„Aber nicht mit mir!!!“ denkt die „kritische Stimme“ und googlet daraufhin das Grundgesetz. Dort stehen so Sachen drin wie „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und während man in den letzten Jahren noch vereinzelt „absaufen!!!“-Rufe vernommen hat, ist Artikel 1 spätestens dann oberstes Gebot, wenn einem selbst die Impfpflicht droht. Droht die eigentlich echt? Gibts schon einen Impfstoff? Infos bitte per DM.

Wie schauts aus mit der Würde von der Risikogruppe, wenn man einfach auf alle Corona-Maßnahmen pfeift? Als der WDR-Kinderchor die Oma noch als Umweltsau besungen hat, war die Empörung ganz schön groß. Wenn sie jetzt halt ein paar Jahre vor ihrem eigentlichen Zenit selbstlos über den Jordan gehen soll aber halb so wild oder wie? Schließlich stehen berufliche Existenzen auf dem Spiel!!!!

Ok, Tatsache: Es ist richtig scheiße, dass berufliche Existenzen auf dem Spiel stehen. Darauf können wir uns auch gerne einigen. Oder, dass viele Menschen psychisch unter den Maßnahmen leiden.
Aber was ist denn gerade der Plan B? Man weiß halt einfach nicht alles über dieses Corona und es wäre doch saudumm und ethisch nicht vertretbar diese Pandemie einfach unkontrolliert laufen zu lassen. Man weiß nicht mal safe, ob man immun ist, wenn man einmal erkrankt war (oder wie lange). Man weiß nichts über die Folgeschäden. Man weiß aber, dass viele alte und vorerkrankte Menschen sterben würden. Und man weiß, dass der Virus sehr ansteckend ist, ja auch ansteckender als eine „normale Grippe“.
Und wenn sich da ein Typ wie der Drosten hinstellt und seine Empfehlungen als vermutlich renommiertester Experte auf diesem Gebiet abgibt, dann tut er das doch nicht, weil er uns den Sommer vermiesen will oder Bock auf ne Wirtschaftskrise hat.
Er sagt halt was er weiß und nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und zwar als Wissenschaftler und nicht als Politiker. Nur weil einem das nicht gefällt, kann man sich doch nicht einfach irgendeinen anderen Quacksalber (ok, evtl sogar einen Quacksalber mit Doktortitel zwecks Seriositäts-Faktor) suchen, der oder die uns dann halt eine blumigere Taktik liefert, welche aber angesichts der realen Erfahrungswerte aus anderen Ländern extrem leichtsinnig wäre.
Politiker*innen wie Angela Merkel, deren Handlungsspielraum gerade auf wissenschaftlichen Empfehlungen basiert, könnten auch einfach sagen „leckt uns alle am Arsch und macht was ihr wollt“, sich zurücklehnen und zuschauen, wie es bei uns innerhalb weniger Wochen total eskaliert.
Der Blick in andere Länder ist doch der beste Beweis dafür, dass die Maßnahmen gefruchtet haben oder etwa nicht?

Die Lage ist für viele sehr belastend und das versuchen eben auch Menschen auszunutzen und Stimmung zu machen. Fallt halt bitte nicht drauf rein.

Und nun nochmal zu unseren verletzten Gefühlen, weil uns die Corona-Leugner*innen und Verschwörungstheoretiker*innen unseren Ruf als Gegner*innen des Systems streitig machen: Es geht halt nicht darum gegen alles zu sein. Es geht darum, dass man das Hirn einschaltet und sich nicht wie ein bockiges Kleinkind verhält, nur weil das mit dem Virus gerade ungelegen kommt.

Danke für die Aufmerksamkeit
AKJ

Auch wenn das nicht sonst so mein Duktus ist, wie die Regenten zu sagen pflegt, denn solche bösen Worte benutze ich ja sonst nicht,



ich stehe voll hinter diesem Text ! in diesem Sinne Prost

Das perlt bestimmt gut!!!!!

Die Bundesländer wollen sich am Dienstagabend in einer Videokonferenz auf einen konkreten Zeitpunkt für eine Öffnung von Gastronomiebetrieben verständigen. In einer Beschlussvorlage für die Schalte stehe der 18. Mai als Datum

Da könnte Mann/ Frau doch glatt am 20zigsten ein Pilsken beim Bräsigen schlorken.

 

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Ansonsten bin ich verletzt, also MIttwoch keine Ausfahrt mit mir.

Es lebe die Internationale, Grüsse an alle Werktätigen usw.

 

Martin

 

Mittwoch wieder mit Ab(n)stand um 17.00 Uhr

Sind gestern mit insges. 5 Helden gen Balver Wald gestartet, Wetter und Geläuf super, zwischendurch sogar einige Pfützen passiert (wie in vor vergangener Zeit im Sauerland eigentlich Standard), von Frönsberg auf die andere Seite des Stephanopelertales gewechselt … und dann. Naja, den sog. Balver Doppelachter gefahren – schöne Tour, aber irgendwie häufiger die gleichen Kreuzungen. Natürlich war`s hinterher keiner gewesen.
Am kommenden Mi machen wir uns um 17.00 Uhr erneut auf Spurensuche – und selbstverständlich – der Direktor hat sein Einverständnis signalisiert.

Vermisst!

– der Direktor

– der Kulturbeauftragte Ritter

– der Busfahrer

– der Mittagsschläfer

– der Osterhase

– der Bunte La Pierre

– der Elektrische (ist allerdings wegen Nichtvorhandensein des Sommers entschuldigt)

– der schwarze Afghane (auch entschuldigt, scheint aufgelistet zu sein).

– die Wohlriechenden (auch entschuldigt, weil fahren sonst auch nicht mit)

und das alles ohne Nachrichten, Mitteilung des Gesundheitszustandes und Bescheinigung des allgemeinen Wohlbefindens. So geht das doch nicht, auch wenn die Zeiten seltsam sind.

alle anderen Helden bezwangen heute Berg um Berg, ohne jede Krankheitszeichen und mit immer perfekterer Einhaltung der Anstandsregeln.

möge das Glück uns weiter hold sein!

Das wäre doch auch mal wieder ne Möglichkeit

Oder wir demonstrieren für die Réunion der Bekloppten

 

Ich war nicht faul – ich war auch im Wald

Nicht, dass einer auf die Idee kommt, ich würde sonntags um 10 Uhr noch im Bett liegen, nur weil ich nicht im Sattel sitze. Heute war ich bereits um 8.30 Uhr im Seilerwald mit einer wichtigen Aufgabe betraut. Nicht im, sondern neben dem Sattel. Molli, so heißt das Pferd aus Leas Reitbeteiligung, muss auch und gerade in Coronazeiten ab und an bewegt werden. Da das Kind (entschuldigung, sie ist ja schon fast 19) aber nicht alleine ausreiten darf, müssen Mami und Papi hinterherrennen. Was gestern ja bei dem schönen Wetter sowohl Molli als auch den Menschen auf ihr und um sie herum durchaus Spaß gemacht hat.

Weniger lustig fand ich, dass sich gestern unser für das lange Wochendende ab dem 20. Mai geplante Hollandwochenende storniert habe. Die lieben Nachbarn würden uns zwar ins Land lassen und auch die Geschäfte für die Selbstverpflegung sind geöffnet. Aber was ist ein ausgiebiger Strandsparziergang ohne eine abschließende Einkehr in eine der schönen Strandbars? Schauen wir mal, wie es im Juni aussieht, wenn wir Attas Kantine unsicher machen wollen…

Bleibt gesund – und werdet vor allen Dingen nicht schwermütig. Ihr wisst ja, Schwer- und Übermut tun selten gut…

Kampftag 1. Mai

Mannt chutt ( sagte man im ostwestfälischen) dass der Direktor den Mai Feiertag hat ausfallen lassen und dass wir unseren Neujahrsempfang schon hinter uns haben – das wäre ja nix oder nur unter sehr konspirativen Bedingungen was geworden. Schade eigentlich! Gerade deshalb, weil ich im Wege einer Solidaritätsaktion die entsprechende Kleidung aufgetan habe:

Schwarzes Hemd mit farbeffekt und Botschaft

Gerade in der Krise sollten wir nicht mit dem schon längst bestellten Brioni Anzügen protzen, das schickt sich nicht in diesen schweren Zeiten, erst recht in unserem so wirtschaftlich gebeuteltem Land. Man hat derzeit den Eindruck, wir würden in Indien oder Zentralafrika wohnen, wenn man einige mittelschichtler so reden hört. Na, da empfiehlt sich doch diese Kombination, die zwar auch nicht billig ist, aber immerhin wenigstens die richtigen unterstützt. Schön sind auch die kleinen Applikationen, die den eigentlichen Zweck des Vergnügens Preisen, egal ob am Schweineberg oder einem wilden Trail.

Wie würde Homer Simpson sagen: von Kindern für Kinder!

Besonders gut ist natürlich, dass man diese Kombination auch mit einem, dann allerdings etwas spannenden langarm Trikot, auch für kältere Ausfahrten, bedecken kann.


rbt

Das hat sich, um auf den Mai Feiertag zurückzukommen bewährt! Eine gut 50 km Rennradtour hat außerordentlich viel Freude in diesem Outfit bereitet, und das ganz ohne Regen! Wenn das kein gutes Omen für morgen ist, was dann? Oder wird nicht gefahren?

Es ist zum Abheben und zum Heulen

Der Herr Direktor und alle Schönwetterfreunde haben natürlich recht. Die Sonne scheint so hell, als würde Petrus über die aufgeregten Corona-Menschlein lachen; und der Himmel ist so klar und blau, dass das Weitgucken schon wehtut. Bei diesem Wetter springen sogar die Fahrräder vor Freude übers Fachwerk. Gesehen und festgehalten auf unserer “Silberhochzeitswanderung” am Dienstag im lieblichen Repetal nahe der Biggetalsperre. Ja, Natur und Eheweib waren auch nach 25 Jahren wunderbar. Doch als Feuchtigkeitsbeauftragter war es trotz Proviant im Rucksack eine Qual. An all den wunderbaren Gasthöfen, Hotels und Biergärten vorbeizuwandern ohne einkehren zu können ist schlichtweg Folter. Die weißen Fahnen mit dem bekannte Durst-Lösch-Zeichen wehen zwar hier und da, aber Türen und Fenster sind verriegelt und verrammelt. Totenstille. Lange kann das der zivilisierte Mensch nicht mehr aushalten… Es drohen handfeste Proteste, Plünderungen und die Stürmung von Gebäuden, in denen Fässer lagern und Zapfhähne darauf warten, Gläser zu füllen. Wenn der Ball im Mai wieder rollen darf, dann müssen auch die Wirte wieder an die Hähne.

Dat Leben muss ja irjendwie weiterjehn!