Heldentour am 6./7. April

Nach gestriger ausführlicher Aussprache zum Thema, die alleine durch den Genuss von Hochprozentigem etwas ausufernd verlief, halte ich mal fest:
Wir sind zu sechst – der Kulturbeauftragte, Atta, der Novize, der Bunte, Finno zusammen mit ihrem Direktor – und wir fahren mit der Bahn morgens nach Bad Berleburg. Entsprechend benötigen wir 6 Betten für die kalte Sauerland-Nacht.

Übrigens hat uns der Blinde, genannt Clavicula, einmal mehr auf die falsche Fährte gelockt: von wegen ab Fröndenberg in gut 2 Stunden nach Bad Berlebums …. davon geht der letzte Teil mit dem Bus. Der wiederum nimmt eher weniger Räder mit. Aber gut, der Blinde ist eben nicht sehend.

Näheres zu Abfahrtszeit und -ort also später.

Nach Bate`s Hotel schauen Karl und ich oder hat einer eine Idee für Eslohe?

 

Gruß aus Tirol

… hier stellvertretend für alle von Anja, Atta und Bettina (v.l.n.r.).

Der Kulturbeauftragte ist bereits wieder in der Heimat. Und wir hoffen mal, dass das Wetter noch ein paar Tage mitspielt.

3 wackere Regendichte und ein Gefährt göttlicher Herkunft

Um es gleich mal beim Namen zu nennen: dass der Blinde im Moment etwas ungelenkig daherkommt, ist offensichtlich. Der Altlehrer hat Verpflichtungen und Atta Urlaub, soweit nix Neues.

Aber: dass der Kulturbeauftragte sich mit einem freitäglichen (!) “Sturmtief angesagt” und der Bunte erneut sein Töchterchen Lea und Aktiväten zu Karneval vorschiebt – sie sich also sehr ungelenk aus der feuchten Affäre ziehen wollen, das ist durchaus zur Sprache gekommen.

Wie auch immer.

Nass und schmutzig war die Devise für den Novizen, den Busfahrer und die Leitungsebene. Wobei jene Leitungsebene das neue Gefährt “Rotwild” des Novizen versucht hat, bergauf zu locken. Das war ohne vorgehaltene Möhre aber nur schwer möglich. Der Zosse mit dem anspruchsvollen Namen Rotwild macht dies nur unwillig. Es macht eher den Eindruck, als sei der Zosse den Aufstiegshilfen, Gondel, Sesselliften und Schleppern zugetan. Berghoch ist nicht sein Ding. Sobald sich eine Steigung auftut, ziehen sich die Bremsbacken spastisch zusammen und die Kette erhöht ihren Reibungswiderstand um Faktor 5. Mein Vorschlag: Rotwild ist in dieser Fortbewegung gen Himmel durch Milchvieh zu ersetzen.

Geht es dagegen bergab – dann geht es zügig. Weich im Hinterteil federnd geht es elfengleich, sanft federnd über Stock und Stein. Die Agilität des Dammhirsches verbreitend strebt das zweirädrige Eisen der Talsenke entgegen. Das kannte der Direktor so nicht: die Federwege des Hinterbaues drücken jeden Stoß weg – zusätzlich sitzt der zarte Po auf einer Art gepolsterten Barhocker Modell “Jogi-Elasto” und so stellte sich spontan die Erinnerung an den Citroen DS ein.  “La Déesse” –  die Göttin des Automobilbaues. Herrlich. Dieses entspannte Reisen vergnügt.

Allerdings finden sich zwei Grenzen. Eine naturgemäß an der Stelle, wo es wieder, wenn auch nur ein wenig, berghoch geht. Ganz Frau ziert sie sich dann wieder und erwartet umgehend die Sache mit der den Aufstieg erleichternden, technischen Aufstiegshilfen `rauf auf den Berg. Die Andere betrifft den Schlamm, Dreck, Schmadder und Modder, mit der sie ihren Fahrer bewirft. Gänzlich unbekotflügelt lässt sie den Reiter in Wolken von Dreck und Regen stehen – das war bei der DS nun ganz anders. Jedenfalls in den ersten fünf Jahren, bevor das Bodenblech durchgerostet war.

Mittwoch – wg. Weibern bei Peters!

Im Vereinsheim trinken am Donnerstag im Wesentlichen die X- Chromosomen das Bier weg. Da haben wir niX zu suchen. Auch am Mittwoch schon nicht, weil der Wirt da Stühle rücken muss. Ist vielleicht auch besser so.

Bei Gaststätte Peters finden Y-Chromosomen Zuflucht.

Mittwoch treffen wir uns also, wer Lust und Laune hat, bei Peters.

Schwer lecker – einen Tusch auch auf den blinden Koch

…. und das ist man auch klar: hätte es dem Grünkohl noch an Geschmack gefehlt – hat es ja nicht – aber wenn, dann hätte der Erschaffer des kulinarischen Höhepunktes noch kurzfristig seinen legendären Rucksack ausgekocht. Dieser Fond wäre mehrere ostwestfälische Gastronomie-Sterne wert!

 

Le Grand Départ am Sonntag: Bömbergring

Den Startschuss zum sonntäglichen Ausritt gibt die Directrice um 10:00 Uhr an der Kies-Auffahrt vor ihrem Iserlohner Anwesen.

Ganz schade wäre es, wenn bereits bei der Anfahrt Helden oder auch Titanen auf dem Duloh verlustig gingen. Sehr schade um den Grünkohl-Genuß wenn die Orientierungslosen gegen 13:20 Uhr immer noch panisch kreuz und quer die Hundewiese durchfurchen.

Aus diesem Grunde ist eine Anfahrt per PKW-Sammelfahrt zum Startpunkt Bömbergring durchaus in Betracht zu ziehen.

Grünkohl an Sonnenterrasse

Der blinde Grünkohl-Verkünder kommt jetzt mit dem Grünkohl, der im letzten Monat durchaus Frost bekommen hat, um die Ecke.

Ein frugales Mahl wartet auf die Meister der Höhenmeter!

Am Sonntag treffen wir uns nach dem Radeln … der Kulturbeauftragte hat ja bereits in seinem Beitrag verdeutlicht, dass Trampeln nicht alles sein kann – beim Direktor entweder in der Waschküche oder auf der Terrasse. Jedenfalls ist sie gerichtet.

Den kulinarischen Teil bestreitet der Blinde unter lauten Schmähgesängen des Novizen.

Der Direktor, seine erlauchte Gattin, aber auch der Blinde bitten um Mitteilung, wer Teilhabe am Mahl beabsichtigt.

In Worten: sagt bitte dem Direktor Bescheid .. damit geplant werden kann. Telefonisch, Mail, SMS … egal … aber die Bitte um Mitteilung bis Freitagmittag gilt!

Es ist dem blindesten aller ostwestfälischen Grünkohlbereiter, der Directrice und auch dem Direktor höchstselbst eine außerordentliche Ehre,  diese Einladung auszusprechen!

 

 

 

Atta`s großer Tisch

Drei Helden haben sich nur im Pkw gegen die Wassermassen gestemmt und nach Menden durchgekämpft.  Zwei von den Gratulanten allerdings hat dieser Geburtstagsvormittag bei Atta zu Titanen gemacht: per Rad erreichten sie das rettende Ufer an der Waldemei, der Lehrer mit dem Novizen.

Wobei man wohl erwähnen muss, dass auch Glück im Spiel war: die Orientierung dieser Superhelden hätte sie durchaus auch nach Fröndenberg führen können. Hemer – Menden in einer Stunde ist beachtlich – und nur schwer desorientiert möglich. Aber gut: Brille feucht, Hintern auch … da kann man sich schon mal verfahren.

Bei Atta gab’s am Küchentisch mit biblischen Ausmaßen und ebenso biblischem Gewicht zum Geburtstag erfrischende Getränke, warme Suppe und vitaminhaltigen Digestif von der beliebten herbstlichen sauerländischen Wiese.

Handschuh mit wollenem Eingriff

Luschen!

Der Blinde und sein Direktor sind ganz wunderbar über Stock, Stein, Dreck und Schlamm gefahren. Leichte Feuchtigkeit am Anfang wurde von strahlendem Sonnenschein bei durchaus angenehmen Temperaturen abgelöst.

Aber der Bunte sitzt in der Sauna, der Pessimismusbeauftragte macht per Telefonkonferenz seinem Namen alle Ehre und selbst Atta macht sich wohl eher noch ein Tässchen Sonntagskaffee oder ein “Josephs” auf. Vom Kulturbeauftragten war keine Stellungnahme zu erreichen. Nach Diktat verreist.

Die Frage “Helden” oder “Luschen” wird sich jeder selbst beantworten müssen.

Der Pessimismus-Beauftragte jedenfalls hat noch die “Kurve gekriegt” und mit den feuchten Spitzenfahrern einen grünen Tee bei Peters genommen. Dies wird wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Zum Titelbild: diese beiden losen Handschuhe liegen bei Peters vor der Terrasse! Überreste vom Neujahrsempfang?